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Holz

 

“Nur wer selbst produziert, hat einen wirklichen Einfluss auf die Ausgangsqualität. Wenn wir nicht produzieren würden, sondern ausschließlich bearbeiteten, dann könnten wir Qualität des Rohholzes nur bedingt einschätzen. Dass es sich um minderwertiges Holz handelt, würde der Kunde erst nach einigen Monaten der Nutzung sehen.”

Andreas Finning, Konstruktion

5 Punkte Qualitätsagenda zum Einkauf unseres Rohholzes

1. Wir verarbeiten nur unbehandeltes Holz.
Warum?

Industrielle Vorbehandlungen (z.B. Kesseldruckimprägnierung) von Holz (z.B. für Witterungsschutz) sind preiswerte Verfahren. Je nach Holzart und Behandlung muss hierbei erfahrungsgemäß nach 1-2 Jahren der Witterungsschutz erneuert werden. Das so behandelte Holz hat im Ausgangszustand i.d.R. eine sehr hohe Restfeuchte von ca. 60 %, dadurch dringt die Imprägnierung nur gering in das Holz ein und wird durch Regeneinfluss verhältnissmässig schnell wieder herausgespült. Außerdem kommt es dadurch später häufig zu Verwerfungen, Rissbildungen und Holzschwund.

2. Wir verarbeiten nur Stammware.
Warum?

Der unterste Teil eines Baumes wird als Stammware bezeichnet, der mittlere als Mittelware und der obere Teil als Zopfware. Qualitativ (u.a. sehr geringer Astanteil) ist die Stammware der hochwertigste Teil eines Baumes und dementsprechend teurer.

3. Wir verwenden als Augangsmaterial nur Konstruktionsvollholz (KVH)
Warum?

KVH-Holz erfüllt besondere Qualitätseigenschaften wodurch eine Veredelung gegenüber normalen Baumschnitthölzern erreicht wird. Besonders durch die vorgeschriebene Einschnittart wird die spätere Bildung von Schwindrissen erheblich minimiert.

4. Unser Rohholz hat eine maximale Restfeuchte von 15 Prozent.
Warum?

Wenn das Holz bei der Verarbeitung eine Restfeuchte von über 20% hat, kommt es sehr wahrscheinlich später zu Verwerfungen und Rissbildungen im Holz. Das Holz bleibt dadurch nicht formstabil sondern schwindet im Laufe der Zeit, so dass es z.B. zu optisch unschönen Fugenbildungen u.ä. kommen kann.

5. Unser Rohholz stammt zu 85% aus Skandinavien und aus deutschen Hochgebirgslagen.
Warum?

Durch die dortigen klimatischen Verhältnisse (z.B. kältere und längere Winter) wächst das Holz vergleichsweise sehr langsam. Dadurch ist das Holz qualitativ besser, stabiler, langlebiger und besitzt viel weniger Äste in der Brett- und Balkenware. Unser Holz stammt ausschließlich aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Die Maserung dieses Holzes wird vielfach auch als viel schöner empfunden.

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